Zylinderköpfe und Ventile



Mein Motor den ich zukünftig im Projekt "Ghost" verwenden will, hält immer neue Aufgaben bereit.


Nachdem ich bei der Demontage des Motors die kompletten Köpfe demontiert hatte und sie erst mal auf die Seite legte, habe ich mich nun mit ihnen näher beschäftigt.

Wie leicht zu erkennen ist, waren die Köpfe und die Ventile in einem schlechten Zustand. Starke Verschmutzungen und Einbrennungen zeigen, dass der Motor viel Öl verbrannt und länger recht unsauber gelaufen sein muss.

Damit war klar, dass die Ventile neu eingeschliffen werden und der Kopf geplant werden muss. Damit man den Kopf planen kann, muss alles zerlegt werden.

 

 

Nockenwellenlagerbock


Zuerst werden die sechs Befestigungsschrauben gelöst. Dies kann u.U. durchaus etwas sanfte Gewalt erfodern, da die Schrauben vermutlich 40 Jahre nicht bewegt wurden. Ich mache das mit einen Schlagschrauber. Damit geht es am einfachsten. Sind die Schrauben raus, kann man den gesamten Bock abheben. Darauf achten, dass die zwei Passhülsen zwischen Bock und Kopf nicht verloren gehen. Ist der Bock unten, kann man die Welle einschl. der Öldichtungen abheben.

Nun liegen die Ventile frei.

Damit man die Venitel raus bekommt, muss die Ventilfeder mit einem Spezialwerkzeug zusammendrücken.

 

Ventilwerkzeug

Durch das Zusammendrücken werden die Ventilkeile entlastet und lassen sich entfernen. !!! Die Dinger sind klein und vermutlich noch voll Öl. Seit vorsichtig bei der Demontage um Euch langes Suchen auf dem Fussboden zu ersparen. Sind die Keile raus, kann man die Feder vorsichtig wieder entlasten und alles demontieren. Haltet die Teile sauber zusammen und in der richtigen Reihenfolge, da sie später so wieder montiert werden müssen.

Ventilausbau


 Nachdem ich alles zerlegt hatte, habe ich mir erst mal wieder was für die Ordnung gebaut.....

Hier zu sehen ist schon die "Endfassung".

Die alten Ventile habe ich vorsichtig in meine Drehbank eingespannt und versucht sie zu reinigen. Allerdings waren sie so stark verschmutzt und beschädigt, dass ich mich dazu entschlossen habe, neue Ventile einzubauen. Daher sind auf dem Bild schon diverse Ersatzteile zu sehen.

Der Kopf und der Bock gingen ins Ultraschallbad. Dann wurde der Kopf profesionell geplant. 


Die Ventile habe ich entsprechend neu eingeschliffen. Auch hier waren die Ventilsitze so stark angeriffen, dass ich sie nicht zu 100% wieder hinbekommen habe. Das Geld für einen Motorinstandsetzer wollte ich mir abersparen. Ich werde es also mal so versuchen.

Ventile alt und neu


Vortsetzung folgt....

 

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Martin Schmied

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